Willy Reichert

Alimente sind das Strafporto für eine aufgegebene Drucksache.


Am besten verstehen sie Mann und Frau, wenn sie ein gewisses Etwas hat und er etwas Gewisses.


An Größenwahn kann nur ein Kleiner leiden.


Das viele schlechte Wetter soll von den Sonnenflecken kommen. Hat denn nicht einmal die Sonne mehr eine weiße Weste?


Der echte Humor ist der Feind von unechtem Ernst.


Der erste Schatten in der Ehe ist da, wenn der Mann beim Nachhausekommen sagt: "Guten Abend!" und seine Frau antwortet "Guten Morgen!"


Der liebe Gott hätte längst wieder eine Sintflut geschickt, wenn die erste was genützt hätte.


Der traute Familienkreis ist längst zum Halbkreis geworden. Der Radius entspricht der Entfernung des Fernsehstuhls zum TV-Empfänger.


Die Kunst, sein Wort zu halten, besteht darin, es selten zu geben.


Die Liebe in der Ehe ist wie ein Zündholz: ohne Reibungen brennt sie nicht richtig.


Die Männer gehen grundsätzlich auf's Ganze, und was bekommen sie schließlich? Eine bessere Hälfte!


Ein Chef, der eine hübsche Sekretärin geheiratet hat, wird nie wieder eine hübsche Sekretärin haben.


Ein Chef, der seine Sekretärin heiratet, hat aufgehört zu diktieren.


Ein einziger Nachbar kann einen europamüde machen.


Ein Kompromiß ist ein Übereinkommen, bei dem man vorgibt, daß man nachgibt.


Ein Mädchen, das zehn Männer an jedem Finger hat, hat meistens keinen, der um die ganze Hand anhält.


Es fängt immer damit an, daß man einem Mädchen den Hof macht, und es endet meistens damit, daß man einer Frau den Hof kehrt.


Es ist sehr bezeichnend, daß die Frau liebeshungrig ist, der Mann aber liebesdurstig.


Es ist sonderbar, daß die schmutzigsten Geschäfte oft den größten Rein-Gewinn abwerfen.


Frauen schminken sich aus demselben Grunde, aus dem man Panzerwagen mit einer Tarnfarbe bemalt.


Früher waren die Frauen bestrickend, jetzt häkeln sie ihre Maschen.


Ich verstehe nicht, warum Frauen teuren Schmuck tragen. Teurer Schmuck macht doch alt.


Klatsch ist eine feste Verbindung zwischen zwei losen Zungen.


Man spricht so viel von Zeitgeist: Noch nie war die Zeit so ungeistig und der Geist so unzeitig.


Manche Frauen sind wie Schneiderinnen: sie hören erst dann auf zu sticheln, wenn ihnen der Faden ausgeht.


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