Wolfgang Eschker

Alptraum der Zensoren: ein Buch mit sieben Siegeln.


Als Gott sah, daß es gut war, warum hat er dann nicht aufgehört?


Als man ihm zurief: "Hand aufs Herz", begann er zu suchen.


Auch emanzipierte Frauen wünschen sich manchmal, daß der Unterschied zwischen den Geschlechtern etwas größer wäre.


Auch Epigonen sind nützlich: Sie zeigen die Meisterschaft ihrer Vorlage auf.


Auch Geistesblitzen folgt manchmal ein Donnerschlag.


Bei Konkurrenzkampf zwischen Technik und Natur steht letztere vor dem Konkurs.


Beim Aufbau totalitärer Systeme beginnt man stets mit den Außenmauern.


Celui qui se couvre les oreilles des paumes n'a plus les mains libres.


Das Hemd war ihm näher als die Jacke. Man roch es.


Das Verkehrsproblem zeigt uns, was wir für Schildbürger sind.


Der Aphorismus muß sitzen. Möglichst auf einem Nadelkissen.


Der Friede ist uns lieb und teuer. Letzteres sieht man am Wehretat.


Der Gegner des Fortschritts ist der Gleichschritt.


Der Kommunismus ist das Paradies auf Erden. Sobald man vom Baum der Erkenntnis gegessen hat, wird man daraus vertrieben.


Der Mensch ist das Maß aller Dinge. Und wenn das Maß voll ist?


Der Mensch stammt vom Affen ab. Immer mehr.


Der Nabel der Welt liegt etwas tiefer.


Der Stein der Weisen erweist sich oft als Grabstein.


Der Weitblick mancher Leute besteht darin, die nächsten Probleme zu übersehen.


Deutsche Wertarbeit ist am Allerwertesten.


Die Freiheit ist unser höchstes Gut. Für viele allerdings zu hoch.


Die Kirche, die so viele zu Märtyrern gemacht hat, hat den Zeitpunkt verpaßt, selbst zum Märtyrer zu werden.


Die Lebenserwartung wächst. – Uns allen über den Kopf.


Die meisten "Männer der Feder" sollten sich diese an den Hut stecken.


Dies ist keine vollständige liste der zitate von Wolfgang-Eschker. Zitate anderer autoren sind ebenfalls verfügbar.